Zahnimplantate trotz Diabetes: Kein Problem, wenn die Blutzuckerwerte gut eingestellt sind!
Das besondere Risiko jedes Diabetes Patienten liegt in einer gestörten Einheilung der Implantate nach einer Implantation. Um dem von vorne herein entgegenzuwirken sind drei Kriterien zu beachten:

1Es dürfen keine akuten Entzündungen im Mundraum vorliegen. Eine Parodontitis zum Beispiel, muß vor jeder Zahnimplantation behandelt und geheilt werden. Das Entzündungsgeschehen im Mund würde sonst das Einheilen der frisch gesetzten Implantate verhindern.

 

2Stabile, gute Blutzuckerwerte sind unverzichtbar. Hohe Zuckerwerte oder starke Zuckerschwankungen fördern die Entzündung des Zahnhalteapparates und erschweren die Wundheilung. Der HbA1c Mittelwert ist bei der Entscheidung zu einer Implantation wenig hilfreich: Denn auch bei starken Schwankungen kann dieser Wert normal sein.


3Existieren schon Diabetes Folgeschäden, so kann das auf schlecht durchbluteten Kiefer hinweisen. Deshalb müssen auch Schäden an den Nieren oder an der Netzhaut in die Frage "Implantate ja oder nein" einbezogen werden. Wer sich als Diabetiker ein Implantat wünscht, muss wissen, dass danach eine besonders sorgfältige Mundhygiene wichtig ist. Der Bereich, wo die Krone aufgebracht wird, muss mindestens nach jeder Mahlzeit gründlich mit Zahnbürste, Zwischenraumbürste und Zahnseide gereinigt werden.